FAQ

TECHNISCHES FAQ (A-Z)

HOLEN SIE SICH DIE INFORMATIONEN, DIE SIE BRAUCHEN.

Betonrohre und Stahlbetonrohre werden aus Betonen der Festigkeitsklasse C40/50 und höher hergestellt. Derartige Rohrbetone weisen aufgrund ihrer Beton-zusammensetzung und ihres Wasserzementwertes (i.d.R.< 0,4) eine sehr hohe Abriebfestigkeit auf. Durch Laborversuche und langjährige Beobachtungen an Rohren aus Beton in Steilstrecken wurde nachgewiesen, dass bei Fließgeschwindigkeiten bis 10,0 m/s die gemessenen Abriebwerte, bezogen auf die großen Wanddicken vonBetonrohren, vernachlässigbar klein sind. Bei noch höheren, in der Praxis in Abwasserkanälen und-leitungen nur selten auftretenden Fließgeschwindigkeiten und extremer Feststofffracht sindzur Beurteilung der Abriebfestigkeit zusätzliche Nachweise und geeignete Prüfverfahren zu vereinbaren. Gegebenenfalls ist ein hochfester Beton zu verwenden.

Anschlussstücke sind Rohrmuffen, die zur Herstellung gelenkiger Rohranschlüsse in Einsteigschächte oder in andere Bauwerke einbetoniert bzw. eingemauert werden. Die Baulänge der Anschlussstücke wird in der Regel auf die Wanddicke der Bauwerke abgstimmt.

Unsere Betonrohre werden als kreisförmige, wandver-stärkte Rohre ohne Fuß und mit Fuß in den Nennwei-ten DN 300 bis DN 1400 sowie mit eiförmigem Durchflussquerschnitt im Nennweitenbereich WN/HN300/450 bis WN/HN 1000/1500 nach DIN EN 1916und DIN V 1201 und den erhöhten Anforderungen der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 1, hergestellt. Betonrohre mit Sonderquerschnitten (z.B. Rechteckquerschnitt, Rohre mit Trockenwetterrinnen) und FBS-Betonrohre in Sonderausführung (z.B. Rohre mit Innenauskleidung gegen sehr starkenchemischen Angriff) können ebenfalls ausgeführt werden.

Bei Betonrohren erfolgt der Nachweis für den Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit und für den Grenzzustand der Tragfähigkeit in einem Schritt. Dabei werden die mit Teilsicherheitbeiwerten aus den Einwirkungen erhöhten Rohrvergleichsspannungen denmit Teilsicherheitsbeiwerten verringerten, zulässigen Spannungen gegenübergestellt. Die zulässige Rohrvergleichsspannung für Rohre Typ 2 mit der Betonfestigkeitsklasse C 40/50 nach DIN V 1201 beträgt 6,0 N/mm2. Dies bedeutet im Regelfall vorh. _BZR ≤6,0 / 1,60 = 3,75N/mm2. Höhere Werte für die Rohrvergleichsspannungen können aufgrund statistischer Auswertung von Prüfergebnissen mit Zustimmung der fremdüberwachenden Stelle eingesetzt werden. Erfolgt die Bemessung über eine Lastklasse nur aus Versuchen ist wegen des Einflusses einer Dauerbelastung zur Kurzzeitbelastung ein Zuschlag von 1/0,9 einzurechnen. Ein gegebenenfalls erforderlicher Nachweis der Ermüdungsfestigkeit erfolgt für Spannungen aus den Verkehrslasten im Gebrauchszustand (Teilsichereitsbeiwert gleich 1,0),wobei die Rohrvergleichsspannung den Wert von 0,4 x6,0 / 2,2 = 1,09 N/mm2 nicht überschreiten darf.

Böschungsstücke sind Rohre mit oder ohne Muffe, die zur Angleichung an vorhandene Böschungen oder zum Anschluss an Bauwerke einseitigabgeschrägt werden. Die in der Regel ausgeführten Neigungen betragen 1:1,25 und 1:1,50

In Ergänzung zu den Rohren aus Beton undStahlbeton können wir ein umfassendes Formstückprogramm vorweisen. Es bietet nicht nur technische Vorteile, sondern trägt entscheidend zur Rationalisierung der Arbeiten auf der Baustelle bei. Hierzu gehören Zuläufe (Abzweige), Krümmer, Passstücke, Gelenkstücke, Anschlussstücke fürden gelenkigen Anschluss (z.B. an Bauwerke, an Rohre aus anderen Werkstoffen u.a.), Übergangsstücke/Reduzierstücke, Böschungsstücke sowie Bauteile für Schächte, die in vielfältiger Form allen Anforderungen der Baustelle angepasst werden können. FBS-Formstücke werden nach DIN EN 1916, DINV1201 und der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 1, FBS-Schachtfertigteile nach DIN EN 1917, DIN V 4034-1 und der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 2, hergestellt und überwacht.

Die Beanspruchung der Oberfläche von Kanalrohren aus verschiedenen Werkstoffen durch die Reinigung mit Hochdruckspülverfahren wurde durch kein bisher angewandtes Verfahren der Materialprüfung vollständig erfasst. Dies ist Gegenstand noch nicht abgeschlossenereuropäischer Normungsarbeiten. Um die Fachwelt überden aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren und einemöglichst frühzeitige Implementierung in die Praxis zuermöglichen, wurde die DIN V 19517 „Hochdruckspülfestigkeit von Rohren für Abwasserleitungen und -kanäle“ erarbeitet. Umfangreiche Versuche haben gezeigt, dass Rohre aus Beton und Stahlbeton gegenüber Hochdruckspülungen beständig sind. Geprüft wurde mit folgenden Bedingungen:

• Prüfverfahren mit beweglicher Düse: Prüfdruck 120 bar, Durchfluss 46 bis 50 l/min

• Prüfverfahren mit stationärer Düse: Prüfdruck 340 bar, Durchfluss 6,15 bis 8,25 l/min

Gelenkstücke aus Beton und Stahlbeton mit Muffe und Spitzende oder mit zwei Spitzenden werden zwischen der ankommenden und abgehenden Rohrleitung und den Schacht-Anschlussstücken bzw.den angeformten Muffen der Schachtbauwerke eingebaut, um die Gelenkigkeit zwischen Rohrleitung und Schacht herzustellen.

Rohrnennweite DN            Baulänge [m]

     ≤  600                            < 1,00

  700 bis 1200                      < 1,5

 ≥ ab DN 1300                    Regelbaulänge

Krümmer werden einschnittig aus zwei Rohrsegmenten bzw. zweischnittig aus drei Segmenten hergestellt. Die Gesamtabwinkelung sollte 45° bzw. 22,5° je Segment nicht überschreiten.
In der Regel ist die Achslänge eines Krümmers gleich der Baulänge des Rohres.

Das umfangreiche Lieferprogramm von Betonwerk Bieren hält für alle Anwendungen und Anforderungen entsprechende Produkte in hochwertiger Qualität bereit, mit denen sich sowohl Standardlösungen als auch komplexe Ingenieurbauwerke für Sammlung und Ableitung,Transport großer Abwassermengen und Speicherung von Abwasser optimal realisieren lassen. Rohre, Formstücke und  Schachtfertigteile aus Beton und Stahlbeton werden mit Verbindungen geliefert, die dauerhafte Wasserdichtheit selbstunter schwierigsten Einbaubedingungen ermöglichen. Damit sind Abwasserkanäle und -leitungen aus Kanalbauteilen zuverlässig dicht nach innen und außen. Abwasser kann nicht entweichen und in den Boden oder das Grundwasser gelangen. Umgekehrt kann Grundwasser nicht in die Abwasserkanäle und -leitungen eindringen und als Fremdwasser die Kläranlage belasten.

Rohre erfüllen die in DIN EN 1916 und DIN V 1201 definierten und gegenüber den bisher gültigen Normenstrengeren und präzisierten Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit. Alle Oberflächen der Rohre müssen gleichmäßig und geschlossen sein, so dass weder die Gebrauchsfähigkeit noch die hydraulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Einige kleinere Poren und Unregelmäßigkeiten an der Oberfläche der Rohre sind zulässig, soweit sie im Durchmesser 15 mm und in der Tiefe 10 mm nicht überschreiten. Bei Stahlbetonbauteilen muss im Bereich etwaiger Poren eine Mindestbetondeckung von 10 mm gewährleistet sein. Im Bereich der ebenen Fußfläche eines Rohres mit Fuß sind Poren von maximal 20 mm Länge und 10 mm Tiefe zulässig.

Passstücke sind Rohre mit Spitzende und Muffe, mit zwei Spitzenden oder mit zwei Muffen, deren Baulängen den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden können.

Für alle, heute im Hinblick auf den Umweltschutz notwendigen Anforderungen an Entwässerungskanäle und -leitungen stehen geeignete Kanalbauteile aus Beton und Stahlbeton zur Verfügung. Die Möglichkeit der Herstellung verschiedener Formen und Querschnitte in nahezu allen Abmessungen und für alle Beanspruchungen ist ein besonderer Vorzug der Werkstoffe Beton und Stahlbeton . Rohre, Formstücke und Schachtfertigteile werden vorwiegend zum Bau von Kanälen und Leitungen für das Sammeln, Ableiten und Speichernvon Abwasser eingesetzt, die als Freispiegelleitungen oder mit geringen Drücken betrieben werden. Betonrohre genügen selbstverständlich den Grundanforderungen der Europäischen DIN EN 1916. Um das in Deutschland geforderte hohe Qualitätsniveau für Beton- und Stahlbetonrohre auch weiterhin sicherzustellen, wurde die nationale Ergänzungsnorm DIN V1201 erarbeitet. Die in dieser Norm definierten undüber die Anforderungen der DIN EN 1916 z.T. weit hinausgehenden Anforderungen für Rohre Typ 2, der höchsten von insgesamt drei Qualitätsstufen, werden von FBS-Rohren immer erfüllt. Damit sind FBS-Rohre insbesondere gegen „chemischmäßig angreifende Umgebung“, d.h. gegenüber der Expositionsklasse XA 2 nach DIN EN 206-1 beständigund erfüllen somit auch die Grundanforderungen fürdie Ableitung von Abwasser nach dem ATV-Merkblatt M 168. Ihre Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit wird nach den Regeln des Beton- und Stahlbetonbaus nach DIN 1045-1, DIN V 1201 und DIN V 1202 bemessen und durch Versuche bestätigt. Die Betondruckfestigkeit entspricht mindestens der Druckfestigkeitsklasse C 40/50 nach DIN EN 206-1, was einem Betonder „alten“ Festigkeitsklasse B 45 entspricht.

Bereits im Rahmen einer Erstprüfung wird nachgewiesen, dass Rohrverbindungen unter allen zwischen ihnen und ihrer Umgebung möglichen Wechselwirkungen dauerhaft dicht sind. Im Unterschied zur unten beschriebenen Strangprüfung (siehe Wasserdichtheit) werden die Rohrverbindungen während der Prüfung auch mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt. Über die Anforderungen der DIN EN 1916 und der DINV 1201 hinaus werden Rohre mit Kreisquerschnitt ≤DN 1000 bei einem Überdruck von 0 bis 2,5bar, Rohre mit Kreisquerschnitt ≥DN 1100 bei einem Überdruck von 0 bis 1,0 bar nennweitenabhängig ausgewinkelt und auf Dichtheit geprüft.

Außerdem müssen die Rohrverbindungen bei Einwirkung einer Scherlast in Höhe des 50fachen Zahlenwertes der Nennweite in Newton und einem Überdruck von 1,0bar dicht sein. Die Rohrverbindungen von Vortriebsrohren müssen bei der Dichtheitsprüfung bei gegenseitiger Abwinkelung und bei Einwirkung einer Schwerlast in Höhe des 50fachen Zahlenwertes der Nennweite dicht bleiben. Da die Verbindungen von Vortriebsrohren während des Vortriebs zu erwartende Längskräfte und quergerichtete Kräfte aus Steuerbewegungen unter Aufrechterhaltung der Dichtfunktion im Bau- und Betriebszustand (ggf. bei Stützmitteldruck, bei äußerem und innerem Wasserdruck, unter Druckluft) aufnehmen müssen, sind u.U. die Prüfanforderungen den tatsächlich zu erwartenden Beanspruchungen anzupassen. Für Rohre mit Eiquerschnitt gelten nach FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 1, für die Dichtheitsprüfung beigegenseitiger Abwinkelung und bei Einwirkung einer Scherlast in Höhe des 30fachen Zahlenwertes der Nennweite WN in Newton Prüfdrücke von 1,0 bar fürNennweiten kleiner WN/HN 700/1050 bzw. 0,75 barfür Nennweiten größer WN/HN 800/1200.

Schachtbauwerke der Ortsentwässerung sind nach baulichen und betrieblichen Erfordernissen individuell konstruierte Schachtbauwerke für erdverlegte Abwasserkanäle und -leitungen. Schachtbauwerke dienen der Be- und Entlüftung, Kontrolle und Reinigung, Richtungs-, Querschnitts- und Gefälleänderung. Sie werden außerdem eingesetzt als Absturz-, Kreuz-ungs-, Ein- und Auslauf-, Vereinigungs-, Schieber- und Regenüberlaufbauwerke (s.a. Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 157). Für FBS-Schachtbauwerke der Ortsentwässerung ausStahlbetonfertigteilen mit Rechteck- oder Vieleckformsowie Kreisform (> DN 1500), die nach DIN 1045-2,DIN EN 1916 und DIN V 1201 sowie in Anlehnung an DIN V 4034-1 bemessen und hergestellt werden, gilt die FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 2.

Schachtfertigteile werden gemäß der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 2, sowie der DIN V 4034-1 mit einem Prüfdruck von 1,0 bar geprüft. Die Prüfung erfolgt als Strangprüfung mit drei Fertigteilen bei der Erstprüfung bzw. mit zwei Fertigteilen im Rahmen der werkseigenen Produktionskontrolle (WPK) und der Fremdüberwachung. Der Wasserzugabewert darf dabei 0,7 l/m2 während der Prüfzeit von 15 min nicht überschreiten.

Schachtbauteile bis DN 1500 können bis zu einer Tiefe von 10 m und bei einer Verkehrslast SLW 60 ohne weiteren Nachweis eingebaut werden. Wenn besondere Einbaubedingungen vorliegen oder größere Tiefen ist ein Nachweis der Schachtbauteile mit den vereinfachten Lastannahmen nach Anhang K von DINV 4034-1 durchzuführen. Schächte größerer Durchmesser können ebenfalls in Anlehnung an Anhang K berechnet werden. Für die Bemessung gelten die Grundsätze wie für Beton- und Stahlbetonrohre. Bei Abdeckplatten und Übergangsplatten ist keine statische Berechnung erforderlich, wenn die in DIN V 4034-1 angegebene Bewehrung vorhanden ist. Ansonsten ist eine statische Berechnung nach den Regeln des Stahlbetonbaus (DIN 1045-1) erforderlich. Minikonen oder sonstige Schachtabschlüsse sind bei Abweichung von DIN V 4034-1 gemäß DIN EN 1917 / Anhang B mit 300 kN zu prüfen. FBS-Schachtfertigteile können ohne gesonderten statischen Nachweis bis zu einer Einbautiefe von 10 m sowie einer Verkehrslast SLW 60 eingebaut werden. Die Bemessung von Schachtringen in FBS-Qualität erfolgt nach DIN V 1202 (vgl. Bemessung von FBS-Beton- undStahlbetonrohren)

Stahlbetonrohre haben in der Regel Kreisquerschnitt und werden im Nennweitenbereich von DN 300bis > DN 2600 nach DIN EN 1916, DIN V 1201 und den erhöhten Anforderungen der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 1, hergestellt. Darüber hinaus werden auch Stahlbetonrohre mit Eiquerschnitt im Nennweitenbereich von WN/HN 300/450 bis WN/HN1000/1500 sowie Sonderquerschnitte (z.B. Rechteckquerschnitte, Rohre mit Trockenwetterrinnen etc.) und Sonderausführungen angeboten. Auch diese Rohreentsprechen den Anforderungen nach DIN EN 1916,DIN V 1201 und der FBS-Qualitätsrichtlinie, Teil 1.

Für Stahlbetonrohre sind bis zu 3 Nachweise zu führen:

• Nachweis für den Grenzzustand der Tragfähigkeit
• Nachweis für den Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit
• ggf. Nachweis der Ermüdungsfestigkeit

Der Nachweis der Tragfähigkeit erfolgt gemäß DIN 1045-1 für eine durch Teilsicherheitsbeiwerte erhöhte Belastung und ergibt eine erforderliche Bewehrung, deren zulässigen Stahlspannung ebenfalls durch Teilsicherheitsbeiwerte reduziert ist. Die zugehörigen Teilsicherheitsbeiwerte sind in DIN V 1202 angegeben. Der Nachweis der Gebrauchstauglichkeit erfolgt für Gebrauchslasten (Teilsicherheitsbeiwert 1,0) und ist erbracht, wenn die Rohrvergleichsspannung ≤6,0 N/mm2 bleibt. Bei großen Rohren kann zusätzlich ein Nachweis der Rißbreitenbeschränkung nach DIN 1045-1 sinnvoll sein. Der Nachweis der Ermüdungsfestigkeit erfolgt im Gebrauchszustand für eine vorgegebene Lastwechselzahl (bei Straßenverkehrslasten in der Regel 2 x 106) mit den nach DIN 1045 zulässigen Stahlspannungen. Auf den Nachweis von Stahlbetonrohren über Scheiteldruckversuche sollte verzichtet werden, da Scheiteldruckversuche für den Nachweis der Gebrauchstauglichkeit je nach Rohrdimension teilweise ungenaue Anhaltswerte liefern und für den Ermüdungsnachweis keine Aussage getroffen werden kann. Stahlbetonrohre mit Wanddicken ab 140 mm werden grundsätzlich zweilagig bewehrt, wenn zwischen den Ringbewehrungslagen nominal ein Abstand 40 mm eingehalten werden kann. Dies kann eventuell dann nichtder Fall sein, wenn eine Betondeckung über den in DIN V 1201 festgelegten Werten gefordert wird.

Die Berechnung von Vortriebsrohren erfolgt nach ATV-DVWK-A 161 (zur Zeit in Bearbeitung), wobei der Geltungsbereich zu beachten ist. Für Vortriebsrohre sind folgende Nachweise zu führen:

• Mindestbemessung in Form von Mindestwandstärken und Mindestbewehrung nach DIN V 1201 und zur Zeit noch durch eine Mindestbemessung nach ATV-A 161
• Bemessung im Bauzustand – Nachweise wie bei offener Verlegung
• Bemessung im Betriebszustand, ggf. mit Ermüdungs-nachweis – Nachweise wie bei offener Verlegung
• Ermittlung der zulässigen Vortriebskräfte

FBS-Vortriebsrohre aus Stahlbeton mit Wanddicken ab 120 mm werden grundsätzlich zweilagig bewehrt, wenndie Anforderungen - wie in 7.3 genannt – eingehalten werden können. Bei Stahlbetonvortriebsrohren soll der äußere Bewehrungskorb mindestens 75% der Bewehrung des inneren Korbes enthalten. Der Abstand der Ringbewehrung ist an den Enden auf einen Achsabstand von 50 mmzu verringern. Die Längsstäbe dürfen einen Abstand von ≤333 mm haben, bei einem Kurvenradius von < 1000 xDN nur ≤250 mm.

Übergangsstücke dienen zur Reduzierung oder Aufweitung der Nennweite innerhalb einer Rohrleitung, wenn dies nicht – wie im Regelwerk vorgesehen –innerhalb eines Schachtes möglich ist. Die Herstellung erfolgt meist aus zwei Rohrhälften (Muffen- und Spitz-ende verschiedener Nennweiten), die an der Übergangsstelle kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Der Übergang kann sohl- oder scheitelgleich ausgeführt werden. Darüber hinaus werden Übergangsstücke auch zum Anschluss an Rohre aus anderen Werkstoffen hergestellt.

Rohre mit Kreis-, Ei- oder sonstigen Querschnitten erfüllen neben den Anforderungen nach DIN EN 1916 auch die erhöhten Prüfbedingungen der DIN V 1201. Sie müssen im Rahmen einer Strangprüfung mit Wasserzugabemessung bei konstantem Prüfdruck von 1,0bar während der Prüfdauer von 15 Minuten dicht sein. Die Wasserzugabe darf dabei die nach der Norm zulässigen Werte nicht überschreiten. Die Prüfung ist entweder an drei Rohren mit zwei Verbindungen oderzweimal an jeweils zwei Rohren mit einer Verbindung durchzuführen. Rohre, die für den Einsatz in Wassergewinnungsgebieten der Schutzzone II vorgesehen sind, werden mit Strangprüfung ohne Wasserzugabe mit einem Prüfdruck von 2,5 bar auf Dichtheit geprüft. Zusätzlich zu diesen Prüfungen wird jedes hergestellte FBS-Rohr bis DN 1000 auf einer in die Fertigungs-anlage der Rohre integrierten Prüfeinrichtung serienmäßig auf Dichtheit geprüft. Hierfür stehen drei, hinsichtlich ihrer Aussagekraft gleichwertige Prüfverfah-ren zur Verfügung: Prüfung mit Wasserüberdruck von 1,0 bar, Luftüberdruck von 0,2 bar oder Luftunterdruckvon 0,2 bar.

Alle Betonrohre, Stahlbetonrohre und Schachtfertigteile erfüllen die Anforderungen für dieExpositionsklasse XA 2 nach DIN EN 206-1, d.h. sie sind gegen chemisch mäßig angreifende Umgebung beständig. Die Expositionsklasse XA 2 bezieht sich auf einenmäßigen chemischen Angriff durch natürliche Böden und Grundwasser. Speziell für den Bereich der Abwasserleitung ist das ATV-M 168 zu berücksichtigen, welches ausreichenden Widerstand von Rohrbeton gegenüber einerdauernden Beanspruchung von üblichen kommunalemAbwasser feststellt. FBS-Rohre aus Beton und Stahlbeton sowie FBS-Schachtfertigteile sind daher im allgemeinen beständig gegen häusliche und vergleichbare industrielle Abwässerund gegenüber den meisten vorkommenden Bodenarten und Grundwässern. Sind außergewöhnliche Bedingungen zu erwarten, sind eine Untersuchung und Beurteilung des Abwassers, des Grundwassers oder auch des Bodens nach DIN 4030-2 und eine Festlegung der Expositionsklasse nach DIN EN 206-1 durchzuführen. In Abhängigkeit des Ergebnisses der Analyse sind ggf. zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Wir können maßgeschneiderte und wirtschaftliche Lösungen für nahezu jeden Anwendungszweck und Angriffsgrad anbieten. Zum Beispiel können Betonrohre und Stahlbetonrohre, Formstücke und Schachtfertigteile aus Hochleistungsbetonen C75/85 und höher hergestellt oder sonstige geeignete Schutzmaßnahmen (Auskleidungen oder Be-schichtungen mit geeigneten Werkstoffen) vorgesehen werden.

Zuläufe oder Abzweige sind Anschlussformstücke aus Beton oder anderen genormten oder bauaufsichtlich zugelassenen Werkstoffen, die werkseitig oder bauseitig in den Nennweiten DN 100, 150, 200 und 250 in die Rohre aus Beton oder Stahlbeton eingebaut werden. Sie werden in der Regel in der oberen Hälfte des Rohrumfangs zwischen Kämpfer und Scheitel oder im Scheitel angeordnet (Seiten- oder Scheitelzulauf). Die Achse des Zulaufs bildet mit der Achse des durchgehenden Rohres einen Winkel von 45° oder 90°. Bei Betonrohren mit Fuß ist sie etwa 10° gegendie Waagerechte nach oben geneigt. Zuläufe werden werkseitig bei der Rohrherstellungangeformt, nachträglich in die Rohre einbetoniert oderwerkseitig bzw. auf der Baustelle in Bohrungen eingesetzt. Die letztere Vorgehensweise bietet größtmögliche Flexibilität in Bezug auf die örtliche Festlegung von Lage und Höhe der anzuschließenden Leitung.

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Stadtenwässerung Koblenz fordert Lösung für sichere Ableitung von Regenwasser: Bieren liefert Profilrohre und Krümmer nach Koblenz

 

In Summe wurde nach Koblenz geliefert:

  • 336m schalungserhärtete PERFEKT Stahlbetonrohre mit Fuß und Baulängen von 3 Metern in der Abmessung DN 1200 mit prüfbarer Doppelkeildichtung (PDK) und monolithischer Trockenwetterrinne
  • PERFEKT Stahlbetonrohre mit Fuß als Eiprofil mit Baulängen von 2.40 Metern
  • Stahlbetonrohre mit Fuß und Dichtungssystem ANKERPLUS und ANKERPLUS L
  • Tangentialschacht für Rohr DN 1200, nach DIN EN 1917, DIN V 4034-1 in FBS-Qualität
  • Schächte und entsprechende Aufbauteile mit integriertem Dichtungs- und Lastausgleichssystem TOP SEAL VARIO, DN 2500 und TOP SEAL VARIO PLUS, DN 1000